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Dagmar Chidolue - Presseartikel


Allgemeine Zeitung 05.05.2012

Schreibwerkstatt in der Grundschule Erbes-Büdesheim: Schriftstellerin gibt Grundschülern Tipps

05.05.2012 - ERBES-BÜDESHEIM

Von Roswitha Wünsche-Heiden

Dagmar Chidolue leitete den Workshop in der Grundschule Erbes-Büdesheim. Foto: pa / Carsten Selak Der „Preis“, den die Kinder der vierten Klasse mit ihrer Teilnahme am Entdeckerwettbewerb „Schau dich um!“ gewonnen hatten, hatte zwei Beine, viel Material dabei und den Namen Dagmar Chidolue. Seit etwa 30 Jahren schreibt die Frankfurter Autorin Bücher für Kinder und junge Erwachsene, für die sie schon mehrere Literaturpreise erhalten hat. Derzeit führt sie im Auftrag der „Stiftung Lesen“ in ganz Rheinland-Pfalz Schreibwerkstätten mit vorgegebenen Schwerpunkten in den preisgekrönten Schulklassen durch.

Schon die Teilnahme an dem Wettbewerb hat nach Angaben der Klassenlehrerin Anna Gallé den Kindern viele interessante Begegnungen mit Sehenswertem aus ihrer Umgebung beschert. In Gruppen hatten die 18 Kinder zunächst im Internet und bei „Fachleuten“ aus ihrem Bekanntenkreis recherchiert, was für die Aufgabe in Frage kam, sich dann in Gruppen zusammengefunden und ihr Einzelthema in eine präsentierbare Form gebracht, etwa Modelle eines Weinbergs, der Mainzer Coface-Arena, des Wasserschlosses Niederwiesen oder ein bebildertes Plakat der Teufelsrutsch gefertigt.

Dreiversiges, 17-silbiges „Haiku“ verfasst

Als Chidolue ankündigt, dass es jetzt ums Gedichte-Schreiben gehen soll, ertönt zunächst unisono ein „Nein!!!“. Aber dann sind die Vorbehalte ganz schnell vom Tisch, denn die Kinder, die schon „Elfchen“ im Deutschunterricht geschrieben haben, finden es spannend, dem vorgegebenen Beispiel folgend, ein dreiversiges, 17-silbiges „Haiku“ zu verfassen. „Denkt mal daran, was Ihr gestern erlebt habt“, fordert Chidolue auf. Tatsächlich bringt die Vorleserunde die große Kreativität der Kinder zum Vorschein. „Gewitter war laut. Deshalb bin ich aufgewacht. Dann kam der Regen“, ist Anna Maria eingefallen. Steven musste an leckeren Nachtisch denken: „Der Schokopudding und der Karamellpudding sind gut befreundet“ und Jochen war anscheinend in Bad Sobernheim: „Barfußpfad war schön - durch das Wasser gelaufen - es war sehr matschig“.

Auch die übrigen Kinder geben beschriebene Zettel ab, reichlich Material für die Dokumentation der Autorin. Zur Vorbereitung der nächsten Schreibaufgabe geht Chidolue auf die Satzanfänge ein. Dazu hat sie Einleitungssätze verschiedener Schriftsteller mitgebracht und lässt die Kinder entscheiden, bei welchem sie Lust hätten weiterzulesen. Dazu reicht jedoch die Zeit nicht, denn als Nächstes sollen die Schüler Geschichten zu mitgebrachten Buchillustrationen schreiben. Ehe diese mit dem Originaltext verglichen werden, gibt es im Bürgerhaus eine Lesung für alle Klassen der Grundschule. Da bekommen die Erst- bis Viertklässler Ausschnitte aus „Millie in Berlin“, einem ihrer 19 Millie-Bücher, und eine der 44 Vier-Minuten-Geschichten zu hören. Die Klassenlehrerin ist von dem „Preis“ sehr angetan. „Der Schreibworkshop hat sich für die Kinder echt gelohnt“, fasst sie ihre Eindrücke zusammen. „Er hat allen Spaß gemacht und sie haben alle tolle, phantasievolle Texte geschrieben.“

 

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