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Dagmar Chidolue - Presseartikel


Donaukurier 27.05.2003


Millies Ritt auf der "besoffenen Kuh"

London, Italien, Paris, Mallorca und jetzt auch noch Kreta und New York. Die kleine Millie ist schon eine große Weltenbummlerin. Wenn sie zusammen mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester Trudel in Urlaub fährt, kann sie - wie sollte es auch anders ein - unendlich viel berichten von ihren neu gewonnenen Eindrücken. Und die unterscheiden sich von denen der Erwachsenen teilweise ganz erheblich.

Das ist auch der Grund, warum die Millie-"Reiseführer" so anders sind als alle anderen. Denn das kleine, meist etwas vorlaute Mädchen erzählt die Tops und Flops ihrer Urlaubsreisen aus Kindersicht. Und was den Geschichten der Autorin Dagmar Chidolue noch zusätzlich Witz verleiht, ist die Tatsache, dass Millie natürlich nicht alles versteht, was die Großen da so hören bzw. erzählen. Da wird auf Kreta der Minotaurus schon mal zum Minitaunus oder der Broadway in New York zum Brotweg.

Doch Millie erzählt auch ihre Leiden, wenn etwa die Eltern endlos durch Mänhättän laufen, bis die Füße weh tun. Oder bei Der Führung durch kretische Altertümer, wo die Erwachsenen der Reisegruppe so dicht an dicht gedrängt um die Sehenswürdigkeiten stehen, dass Millie nur noch unzählige Beine sieht. Da sind der Ritt auf der "besoffenen Kuh", dem Bullen in der Wall Street, oder der Besuch bei Meckimeck schon von ganz anderem Kaliber.

Die beiden neuesten Bände der Millie-Reihe sind als Vorbereitung auf den Urlaub mit Kindern in New York oder auf Kreta ebenso geeignet wie zum Vorlesen am jeweiligen Urlaubsziel. Allerdings: Man darf sich als Eltern dann nicht wundern, wenn die Kleinen Millie nacheifern und ihre eigenen Urlaubswünsche äußern, anstatt vielleicht ein langweiliges Museum besuchen zu wollen.

NORBERT SCHMIDL

 

© Donaukurier