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Dagmar Chidolue - Presseartikel


Fuldaer Zeitung 06.05.2009


Kinderbuchautorin zu Gast in Grundschule

KERBERSDORF Der Name „Chidolue“ kommt aus Afrika, von wo der Ehemann von Dagmar Chidolue stammt.

Da erscheint es nur logisch, dass das nächste „Millie“-Buch der Kinder- und Jugendbuchautorin von einer Reise auf diesen Kontinent handelt. Im Juni kommt „Millie in Afrika“ heraus. Mit der bekannten Kinder- und Jugendbuchautorin Dagmar Chidolue aus Frankfurt erlebten die Kinder der Grundschule Kerbersdorf einen spannenden Vormittag.
Die Dame, selbst erprobte Großmutter, erzählte leicht verständlich Interessantes aus ihrem Leben, beantwortete geduldig die vielen Fragen und las natürlich vor.Die Autorin Dagmar Chidolue las in der Grundschule Kerbersdorf aus ihren Büchern und beantwortete viele Fragen. Foto: Schmitt
„Ich erfinde keine Geschichten, ich schreibe, was im Leben passiert“, erzählt sie den Kindern und berichtet, wie es zu Millie kam, dem kleinen Mädchen, das mit Mama, Papa und der kleinen Schwester Trudel viel spannendes erlebt. Die „Ur-Millie“ hieß ganz anders und wohnte in Chidolues Nachbarschaft.
Zunächst hörten die Kinder eine Geschichte aus „Millie in Berlin“. Sie erfuhren aus Millies Blickwinkel, dass es dort „Oben-Ohne-Busse“, Bäume mit „Nasenaufklebern“ (Samenstände des Ahorn), ein Krankenhaus, das „Schnatterie“ (Charité) heißt, sprechende Mülleimer und viele Hundehaufen gibt.
Für die Fragerunde hatten sich die Kinder vorbereitet. Da gab es einen Kassettenrecorder, auf dem zum späteren Aufarbeiten die Fragen und Antworten aufgenommen wurden. Wer in Frankfurt wohnt, muss den Struwwelpeter kennen. Auch Chidolue ist mit ihm aufgewachsen. Ihre Lieblingsgeschichte war der Daumenlutscher: „Weil ich selbst am Daumen gelutscht habe. Aber ich hatte nie Angst, dass man mir den Daumen abschneidet.“
Zu ihren Geschichten kommt sie durch Beobachtung bei Reisen oder auch in Frankfurt. Häufig habe sie Notizblock und Stift dabei. Beim Schreiben verwandele sie sich dann in Millie und erzähle das nach, was sie erlebt hat. Warum Millie Millie heißt, wollten die Kinder wissen. Ja, das Mädchen sollte einen nicht zu modernen, aber netten kuscheligen Namen haben. Da sei ihr „Millie“ eingefallen, ähnlich ging es ihr mit Trudel, die in den ersten Büchern als Baby nur die kleine Schwester genannt wurde. Die Kinder fragten nach den größten Erfolgen (für das Jugendbuch „Lady Punk“ erhielt sie 1986 den Deutschen Jugendliteraturpreis) und ob die Autorin auch für Erwachsene schreibe (ja).
Eine „Mumpitzgeschichte“ aus dem Buch mit 44 Vier-Minuten-Geschichten rundete den Vormittag ab.

lis


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