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Dagmar Chidolue - Presseartikel


Reutlinger General-Anzeiger 05.06.2013


LESUNG - Die renommierte Kinderbuchautorin Dagmar Chidolue war zu Gast in der Mähringer Härtenschule und stellte den neuesten Band ihrer Millie-Reihe vor

Von Käse, Glocken und »Seppltinen«

VON ALEXANDER SCHMID

KUSTERDINGEN-MÄHRINGEN. Wie wird aus Milch Käse, und woher kommen die Löcher darin? Warum tragen manche Kühe Glocken und andere nicht? Antworten auf die brennenden Fragen der Grundschüler der Härtenschule gab am Montag die namhafte Kinderbuchautorin Dagmar Chidolue.

Die Schriftstellerin Dagmar Chidolue stellt sich im voll besetzten Klassenzimmer den Fragen der neugierigen Zuhörer. FOTO: SCHMID

Die 1944 in Ostpreußen geborene Trägerin des Deutschen Jugendliteraturpreises, die schon seit über 40 Jahren Bücher für junge Erwachsene und Kinder schreibt, war zu Gast in Mähringen und las aus dem neuesten Band ihrer erfolgreichen »Millie«-Reihe vor. Darin verschlägt es die kleine Heldin ihrer Serie mit Schwester Trudel und den Eltern in die Bergwelt Tirols.

Schon 67 Bücher geschrieben

Für die erwartungsfreudigen Erst- bis Drittklässer im vollen Klassenzimmer hatte die 69-jährige Autorin eine Auswahl aus ihrem mittlerweile schon 67 Büchern umfassenden Repertoire dabei. Dann schlüpfte sie mit abwechslungsreicher Stimme in die einzelnen Figuren ihrer Geschichten, füllte sie mit Leben, bis die Kinder förmlich an ihren Lippen hingen.

»Kinder haben ein anderes Gefühl für Spaß und Witz als ich selbst«, beschrieb Chidolue ihre Freude am Vorlesen, bei dem sie immer wieder auf die Reaktion der Kleinen gespannt sei. So lachten bei ihren lustigen Wortneuschöpfungen – wie »Seppltinen« anstelle von Serpentinen – manchmal die Schüler, dann die Lehrerinnen und teilweise die Autorin selbst.

Alle Millie-Reisen selber gemacht

Die heutige Frankfurterin las nicht nur vor. Immer wieder pendelte sie zwischen Lesen und Erzählen. Dabei erklärte sie, wie ihre Geschichten entstehen. Alle Millie-Reisen mache sie vorher selber, verriet Chidolue. Reisen, die sie von Afrika, in die Türkei und die USA schon bis hin zum Nordpol führten.

Auch die Orte und Figuren ihrer neuesten Reihe »Ricki und Rosa«, die sie eher für die Jungs in ihrer Leserschaft schreibe, hat sie aus dem eigenen Erfahrungsschatz übernommen. »Die wohnen da, wo ich bis vor Kurzem gewohnt habe«, erzählte die Schriftstellerin, bevor sie eine Episode von Ricki und seinem ersten Tag an einer neuen Schule vorliest.

»Es gibt heute so viele Fantasie- und Vampirgeschichten«, weiß die Kusterdinger Bibliotheksleiterin Margit Krieger-Bauer. Gerade deshalb schätze sie die Bücher Chidolues, die aus dem »wahren Leben erzählen«. Schulleiterin Marie-Luise Dostmann sah in der Lesung einen schönen Beitrag zur großen Lesekultur an ihrer Schule. »Es ist unsere Aufgabe, den Kindern Lust auf das Lesen zu machen«, betonte sie. Wenn Kinder mit Freude lesen, sei eine wichtige Grundlage geschaffen, dass sie später auch fantasievoll schreiben können.

Nach dem vergnügten Vormittag wagte die Rektorin die Prognose, dass am Ende der Woche die Millie-Bücher in der Schulbücherei wohl sehr schnell vergriffen sein werden. (GEA)

Tübinger Bücherfest

Dagmar Chidolue ist auch Gast auf dem Tübinger Bücherfest. Am Samstag, 8. Juni, liest sie um 15 Uhr in der Stadtbücherei aus »Millie in Tirol« und am Sonntag, 9. Juni, um 11 Uhr aus »Ricki und Rosa und das große Drunter und Drüber«. (als)


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