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Dagmar Chidolue - Presseartikel


Königsteiner Woche 14.07.2005

Millie-Erfinderin hält Schüler in Atem

Königstein (el) – Im Klassenraum ist es mucksmäuschenstill. Keiner der Schüler wagt es, sich zu räuspern oder gar mit seinem Stuhlnachbar zu tuscheln. Das mustergültige Verhalten könnte vielleicht auch etwas mit der Besucherin zu tun haben, die am späten Vormittag des vergangenen Dienstags das Klassenzimmer betrat und sich den dort versammelten Drittklässlern der Grundschule Königstein vorstellte.

Keine Geringere als die bekannte Kinderbuchautorin Dagmar Chidolue konnte Direktorin Barbara Scheel in ihrer Schule willkommen heißen. Die erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin hat sich vor allem als Erfinderin einer frechen und eigenwilligen, aber durchaus sympathischen Mädchenfigur namens „Millie” einen Namen gemacht. Nachdem es zuvor eine Harry-Potter- und eine Sams-Welle an der Schule gegeben habe, befänden sich die Schüler jetzt ganz im Millie-Fieber, wie die Schulleiterin festhielt.

Man habe die Autorin in die Schule zur Lesung eingeladen, um ihr neues Buch „Millie und die Jungs” vorzustellen. Dies sei im Rahmen einer Schreibwerkstatt geschehen, die für die dritten Klassen angeboten, um möglicherweise als Auslöser für die eigenen Textproduktion zu dienen. „Wir wollen das kreative Schreiben fördern”, schildert Scheel das erklärte Ziel. Dies solle mit Hilfe der Millie-Bücher geschehen. Denn diesen seien besonders viele Erkenntisse, wie Kinder miteinander sprechen zu entnehmen. Scheel weiß zu berichten, dass Dagmar Chidolue vor allem auch die Orte aufgesucht hat, über die sie in ihren Büchern schreibt. Geprägt von dieser Authenzität sind Titel wie „Millie auf Mallorca”, „Millie auf Kreta” und „Millie in New York”. Derzeit ist die Millie-Reihe einer der Renner in der schuleigenen Bibliothek, die Barbara Scheel vor neun Jahren zusammen mit dem Leseclub aufgebaut hat.

Auch hätten die Lesewünsche der Schüler stets Priorität gehabt, so die Schulleiterin. Seit einem Jahr werden nur Medien in den Bestand der Bücherei aufgenommen, die die neue Rechtschreibung berücksichtigen. Auch viele Bilderbücher gehören zum Inventar.

Die Lesungen, die in der Schule veranstaltet werden, tragen dazu bei, dass der Lesespaß bei den Grundschülern nie nachlässt. Die zwei jüngsten Lesungen seien vor allem auch dank der finanziellen Unterstützung des Fördervereins der Schule zustandegekommen, wie Scheel berichtet. Darüber hinaus habe man auch je zur Hälfte aus den Töpfen „Literatur und Schule” und des „Bödecker Kreises” schöpfen können, um das Autoren-Honorar zu decken.

 

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