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Dagmar Chidolue - Presseartikel


Lahrer Zeitung 25.10.2015

Dagmar Chidolue erzählt die neue Geschichte von Millie

Friesenheim (cbs). Dagmar Chidolue ist eine Autorin zum Anfassen. Sie hat das Buch geschrieben, das wohl vor allem Mädchen gut gefällt. Eine Erstklässlerin jedenfalls hält ihr Exemplar von "Millie und die erste Schulstunde" während der Lesung der Autorin fest in ihren Händen. Ihre Augen hängen an den Lippen von Chidolue, die aus ihrem aktuellen Buch Ein Pferd für Millie vorliest.

Auch wenn das Thema vielleicht nicht unbedingt eines für Jungs war, so schaffte es die Autorin dennoch, auch sie in ihren Bann zu ziehen. Chidolue hielt während der Lesung immer wieder inne und erzählte. Mit ihrer kernigen Aussprache begeisterte sie auch die Jungen für sich und ihre Geschichten. Sätze wie "Wer hat wohl am meisten Schiss in der Buxe" kommen bei ihnen an. Gemeinsam waren die Kinder mit der Autorin mittendrin in Millies Abenteuer. Die Buchheldin weiß, dass im Merfelder Bruch im Münsterland jedas Jahr junge Wildpferde versteigert werden. Denn in dem Gebiet wachsen die letzten Wildpferde Deutschlands auf. Damit es nicht zu viele werden, werden die einjährigen Junghengste jedes Jahr bei einer großen Veranstaltung versteigert. Da musste die kleine Grundschülerin Millie hin und mit ihr waren die Grundschulen aus Heiligenzell, Oberweier und Oberschopfheim in Gedanken unterwegs.

Allerdings ist das gar nicht so einfach mit den wilden Pferden. Die Kinder lernen gemeinsam mit Millie zu unterscheiden zwischen Stute und Hengst, aber auch vieles über den Charakter der Pferde kennen. Es blieb am Ende ausreichend Zeit für Fragen an die Autorin. Dass die 71-Jährige etwa zwei Monate an einem Buch schreibt, erstaunte die Kleinen. Dass sie sogar eine Begebenheit aus der Vorlesung an der Grundschule in Heiligenzell in ihr nächstes Buch einfließen lassen wird, gab Chidolue preis. Diese Geschichte wollten die Kinder natürlich ganz genau wissen. Schließlich ist bekannt, dass die die Autorin nichts erfindet.

Ihre Geschichten basieren auf Erlebnissen, Erzählungen und vor allem auf Recherchen und Beobachtungen. In Heiligenzell etwa hielt ein Junge einen anderen am Anorak fest. Dieser wollte das nicht, zerrte und riss aus Versehen die Brille vom Gesicht. Der Bügel zerbrach und es gab Tränen. "Genau diese Situation werde ich in die Szene von Millie mit Mario einfließen lassen", erklärte die Autorin. Sie zeigt den Kindern gerne auch Fotos der Wildpferden im Merfelder Bruch. Denn die Autorin hat sich das Spektakel für ihre Buchrecherche selbst angesehen. Da mehrere junge Männer die Tiere einfangen, zeigen die Bilder rasante Szenen. Das faszinierte auch die Jungs.

 

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