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Dagmar Chidolue - Presseartikel


Südkurier 20.10.2012


Stockach

Für ein Kinderbuch an den Nordpol

20.10.2012 Von Michael Pohl

Nach ihrer Vorlesung schreibt die Kinderbuchautorin Dagmar Chidolue am Nellenburg Gymnasium noch fleißig Autogramme für ihre Zuhörer, Leser und Fans.  Bild: Pohl Dagmar Chidolue begeistert Fünftklässler des Nellenburg Gymnasiums mit Leseproben aus ihren Kinder- und Jugendbüchern

Seit ungefähr 45 Jahren schreibt Dagmar Chidolue Bücher und sie gesteht: „Ich habe lernen müssen, wie man für Kinder schreibt.“ Dass ihr das durchaus gelungen ist, zeigt die Begeisterung der Fünftklässler des Nellenburg Gymnasiums bei ihrer Lesung. Kaum ein Kind kennt die Autorin und ihre Geschichten von Millie nicht.

Chidolue war sechs Stunden am Gymnasium zu Gast, las in zwei Etappen rund 120 Schülern aus ihren Büchern vor. Die Zuhörer hatten zahlreiche Fragen an die Schriftstellerin. So wollten die Kinder wissen, wie Chidolue überhaupt auf die Geschichten kommt, die sie über Millie beispielsweise schreibt. Millie, ein junges Mädchen, das im Laufe der Zeit auch älter wird, bereist die ganze Welt. Von Berlin, über Istanbul und Ägypten, bis sie sogar in einem Buch am Nordpol landet. Und da die Bücher von Chidolue stets auf wahren Geschichten beruhen, oder zumindest auf ihnen aufbauen, bereiste die Autorin all ihre Schauplätze. Die Geschichten greift sie im Alltag auf, läuft mit Block und Bleistift durch die Gegend, oder erzählt auch aus ihrer eigenen Kindheit. Wie zum Beispiel in ihrem Buch „Zuckerbrot und Maggisuppe“, in dem sie ihr Erlebtes in Person von Jutta nacherzählt. Alles leicht verständlich, spannend, aber eben auch wahrheitsgetreu geschrieben.

Die 68-Jährige verrät, dass sie zum schreiben eines ihrer Kinderbücher im Schnitt, wenn das Konzept und die Gliederung steht, etwa einen Monat braucht. Die in Ostpreußen geborene Autorin verfasste bisher etwa 68 Bücher; 64 davon sind jedoch erst erschienen. „Nächstes Frühjahr kommen zwei neue Bücher raus“, berichtet sie. Nicht mit jedem verdiene sie gleich viel Geld. Bei einem ist sie sich jedoch sicher, „dass ich damit keinen müden Cent verdienen werde“: Millie am Nordpol, denn die Reise an den nördlichsten Punkt, „und zwar wirklich an diesem Punkt, wo beim Globus die Nadel drin steckt“, war so teuer, dass Chidolue die Kosten wenn überhaupt mit den verkauften Büchern decken kann. Die Kinder jedoch werden sich bestimmt über weitere Geschichten von Millie freuen.


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