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Dagmar Chidolue - Presseartikel


Taunuszeitung 21.09.2004

Animation zum Lesen in kindgerechter Sprache

Von Agneta Klein

Bad Homburg. «Jutta dreht sich nach Dicker und Bert um. Sie hat noch nie nackte Jungs gesehen», liest die Frau mit den langen weißen Haaren vor. Die Jungen und Mädchen der Klassen 5 c und 5 f können sich ein Grinsen nicht verkneifen. Gespannt hören sie zu – was wird da jetzt wohl kommen? «Ich habe die Jungs aber von der Seite gesehen. Sie haben vorne ein komisches Würstchen baumeln», liest Dagmar Chidolue weiter. Das ist so komisch, dass alle lauthals lachen.

Bereits zum vierten Mal veranstalteten Stadtbibliothek und Humboldtschule eine Autorenlesung für die fünften Klassen. In diesem Jahr las die bekannte Kinderbuchautorin Chidolue in der Stadtbibliothek. Um alle sieben Parallelklassen zu versorgen, las die Autorin drei Mal nacheinander.

Dagmar Chidolue, Jahrgang 1944, schreibt seit 30 Jahren Kinder- und Jugendbücher. 1986 erhielt sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Bücher wie «Floraliebling», «Klassenclown», oder die «Millie»-Serie sind sehr beliebt. Chidolue las bei jeder Gruppe aus anderen Büchern vor. Die Klassen 5 c und 5 f durften sich mit Ausschnitten aus «Zuckerbrot und Maggisuppe», einem Buch um die neunjährige Jutta im Jahre 1951, und aus «Lieber, lieber Toni», der Geschichte um die elfjährige Etta und den Nachbarjungen Toni, vergnügen. Ganz ruhig und gespannt lauschten die Kinder der lebendigen Stimme der Autorin und tauchten in die Geschichten ein.

Nach dem Lesevergnügen wollten die Schüler aber auch ihre Neugier befriedigen. «Wie lange schreiben Sie an einem Buch?», «Wie sind Sie auf die Millie gekommen?», und «Wann gibt es ein neues Buch?». Verständnisvoll und in kindgerechter Sprache unterhielt sich die Wahl-Usingerin mit ihren Zuhörern. Es gab Antworten und es blieb die Neugier auf mehr – zu wissen, wie die vorgelesenen Bücher enden und die anderen wohl so sind. Sicherlich wurden einige Schüler dadurch zum Lesen animiert.

 

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