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Dagmar Chidolue - Presseartikel


Usinger Anzeiger 13.11.2003

Von Maggisuppe und Gumminacken

Dagmar Chidolue las in der Grundschule an der Wiesenau

NEU-ANSPACH (an). „Wie kommen Sie auf die Namen in ihren Büchern?“ So lautete die Frage eines Erstklässlers bei der Lesung von Dagmar Chidolue in der Grundschule an der Wiesenau. Die in Usingen lebende Schriftstellerin erzählte von verschiedenen Büchern, die sie geschrieben hat. Zumeist las sie die Geschichten von Millie, die frech und unkonventionell die Welt für sich entdeckt. Die Kinder lauschten gebannt, als Millie in London oder in Paris unterwegs war, wie sie Weihnachten feierte oder wie der Schulanfang auf sie wirkte. Zu ihrem neusten Buch „Millie in New York“ erklärte Dagmar Chidolue den Drittklässlern einfühlsam, dass sie das letzte Kapitel umgeschrieben habe, da Millie eigentlich das World-Trade-Center besuchen sollte. Die Kinder rechneten außerdem fleißig nach, dass Millie heute auch schon fast eine alte Oma wäre. Und das passe doch nicht, meinten sie verschmitzt.

Dann erzählte Dagmar Chidolue noch, woran die New Yorker sofort jeden Touristen erkennen könnten: Diese würden immer mit dem Kopf im Nacken herumlaufen, um die Wolkenkratzer zu betrachten. Daher nenne man sie auch „Rubber-neck“, was soviel heißt wie Gumminacken. Doch Millie versteht im Buch immer nur Räubernick, was zu amüsanten Sachverhalten führt. Sogar Geschichten, die in Neu-Anspach ihren Ursprung hatten, sind dem Buch zu entnehmen.

Immer wieder stellte sich die Schriftstellerin den Fragen der Kinder und munterte diese auf, auch selbst etwas zu erzählen. Fast den gesamten Vormittag hörten insgesamt 17 Klassen und ihre Lehrer die Geschichten von Millie, aber auch die Erzählung von Dagmar Chidolues Kindheit aus ihrem autobiographischen Buch „Zuckerbrot und Maggisuppe“. „Es ist eine pikante Geschichte und selbst die Namen sind authentisch“, bemerkt Dagmar Chidolue bescheiden. Die Schulleiterin Monika Niedermeyer betonte die Bedeutung der jährlichen Lesungen für das Konzept „Die lesende Schule“.

 

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