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Dagmar Chidolue - Presseartikel


Waldeckische Landeszeitung / Frankenberger Zeitung 05.03.2007

Kinderbuchautorin Dagmar Chidolue trifft genau den Geschmack ihrer kleinen Leser

Mit Fantasie auf den Pariser Elfenturm

von Elmar Schulten

BAD AROLSEN/KORBACH. Die Abenteuer der kleinen Millie sind bei Schulanfängern sehr beliebt. Kein Wunder also, dass Kinderbuchautorin Dagmar Chidolue bei ihren Besuchen in der Bad Arolser Grundschule und in der Korbacher Markusgemeinde auf ein interessiert lauschendes Publikum traf.

Kinderbuchautorin Dagmar Chidolue stellte sich“ den Fragen ihrer jungen Fangemeinde in der Grundschule Zolderstraße. Auf der Landkarte sind Millies Reiseziele markiert. (Foto: -es-) Den Anstoß zu beiden Besuchen hatte Merit Kettschau, die Tochter der Grundschullehrerin Anne Kettschau, gegeben, als sie die Einladungen zu ihrem achten Geburtstag mit Millie-Bildern gestaltet haben wollte. Auf der Suche im Internet stieß ihre Mutter auf die E-Mail-Adresse der Autorin und schrieb ihr einen netten Brief. Die Antwort kam prompt und so entwickelte sich daraus die Einladung, zu einer Autorenlesung ins Waldecker Land zu kommen. Ein halbes Jahr Vorlaufzeit wurde eingeplant, um allen Schülern der ersten und zweiten Klasse die Gelegenheit zu geben, sich intensiv auf den Besuch der Erfinderin von Millie vorzubereiten. Bücher wurden gelesen, Lesezeichen gebastelt.

"Sie haben hier 'ne Menge Fans. Derzeit sind alle Millie-Bücher in Bad Arolsen ausverkauft", berichtete Schulleiterin Petra Mies. Dagmar Chidolue kennt den Geschmack ihres jugendlichen Publikums und weiß sich auch im lockeren Gespräch mit den Schülern auf ihre kleinen Leser bestens einzustellen. Herzhafte Lacher sind ihr sicher, wenn sie von Millies Abenteuern in Paris erzählt: Wie Millie auf den "Elfenturm" klettert und mit ihrem klebrigen Lutscher die Erwachsenen mit ihren dicken Popos dazu bringt, ihr Platz zu machen. Aus Sicht ihrer kleinen Heldin hat Dagmar Chidolue schon viele Städte bereist. Zuletzt war sie in Moskau, fand sich dort mit den fremdartigen Buchstaben nicht zurecht und vertraute sich hilfesuchend einem unbekannten Mann in der U-Bahn an. Aus diesen wahren Erlebnissen der Autorin wird demnächst ein neues Millie-Buch entstehen. Zwischen fünf Tagen und drei Jahren schreibt die 1944 in Sensburg (Ostpreußen) geborene Kinderbuchautorin an ihren Büchern, wie sie ihren Fans in der Arolser Grundschule gestern verriet. Ein Millie-Buch sei meist in sechs Monaten druckreif.

Aufgewachsen ist Dagmar Chidolue in Gütersloh. Nach ihrem Schulabschluss machte sie eine Ausbildung in einem wirtschafts- und steuerberatenden Beruf, holte das Abitur nach und studierte Jura und Politikwissenschaften. Jahrzehntelang ist sie für einen Frankfurter Bankenverband hauptberuflich tätig. Aus Langeweile habe sie irgendwann vor 30 Jahren angefangen, Bücher für Kinder und Jugendliche zu schreiben, erzählte sie gestern freimütig.Mit großem Einfühlungsvermögen erzählt sie von den Sorgen und Nöten von Kindern in ihren Familien, aber auch davon, wie sie mit ihrer Fantasie ihre Umwelt herausfordern. Im Mittelpunkt ihrer Bücher für Jugendliche stehen junge Frauen, die ihren eigenen Weg suchen. Für den Jugendroman "Lady Punk" erhielt sie 1986 den Deutschen Jugendliteraturpreis.Inzwischen hat Dagmar Chidolue 48 Bücher geschrieben, einige wie "Zuckerbrot und Maggisuppe" haben autobiografischen Charakter.Die Kindheitsgeschichte ihres Vaters erzählt sie in dem gerade erst erschienenen Buch "Flugzeiten". Dabei geht es um einen Jungen, der vom Fliegen träumt und in der Fliegerschar der Hitlerjugend großen und kleinen Verführern auf den Leim geht.

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