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Dagmar Chidolue - Presseartikel


Zeus 27.11.2013


„Überall auf der Welt lasse ich mich für Bücher inspirieren“

Attendorn. „Millie“ — ein fiktionales Mädchen aus Kinderbüchern, die junge Leser mit Geschichten über ihre Reisen begeistert . Doch hinter ihr und ihren Erlebnissen steckt eigentlich die 69-jährige Buch-Autorin Dagmar Chidolue. Unsere Zeus-Reporterinnen haben sie getroffen und mehr über ihren Alltag erfahren.

Wären gern wie die Heldin der Kinderbücher: die Millie-Fans in der Bücherei. Foto: mse

„Millie“ ist mal wieder auf Reisen – jedenfalls dann, wenn Dagmar Chidolue selbst auf Reisen war und sich zu Hause an den Computer setzt, um eine neue „Millie“- Geschichte zu erzählen. Dagmar Chidolue (69) ist eine Jugend- und Kinderbuch-Autorin, welche junge Leser immer wieder mit ihren „Millie“-Büchern begeistert. Im Interview haben die Zeus-Reporterinnen Michelle Plassmann und Sophia Geuecke mehr über ihren Alltag erfahren und überraschende, aber auch lustige Einblicke in ihr Leben bekommen.

Warum sind Sie Autorin geworden?

Keine Ahnung, vielleicht, weil ich meine, viel zu erzählen zu haben. Außerdem liebte ich es früher schon, in meiner Schulzeit, Aufsätze zu schreiben.

Wie sind Sie berühmt geworden?

Mein erstes Buch, der Roman „Das Maisfeld“, wurde 1976 publiziert. Nun ja, am bekanntesten wurde ich seinerzeit, als ich den deutschen Jugendliteraturpreis für mein Jugendbuch „Lady Punk“ bekam, welches dann auch mein erfolgreichstes Buch ist. Jetzt aber kennen sehr viele Leute meine „Millie“-Bücher.

Was inspiriert Sie dazu, vor allem Kinderbücher zu schreiben?

Mein erstes, schwieriges Buch erschien in einem Verlag für Kinder- und Jugendbücher und so habe ich mich mit Kinderliteratur beschäftigt.

Woher und an welchen Orten bekommen Sie Ideen zu einer Geschichte?

Überall auf der Welt lasse ich mich für neue Bücher inspirieren. Aber für „Millie“ mache ich ganz viele Reisen, selbst den Nordpol und New York habe ich schon besucht. Andere Reisen waren zum Beispiel nach Afrika, London, Hollywood, Moskau, Paris, Berlin, Ägypten, Kreta, Istanbul, Tirol, die Nordsee und Wien.

Gibt es bestimmte Tageszeiten, an denen Sie schreiben?

Nein, ich fange gleich nach dem Frühstück an und da die Konzentration nach circa zwei Stunden nachlässt, lege ich mir dazwischen ein paar Pausen ein. Dann schreibe ich manchmal bis spät in die Nacht.

Beschreiben Sie doch bitte kurz und knapp den Alltag einer Autorin.

Ich stehe morgens auf und frühstücke in Ruhe. Danach gehe ich ab an die Kiste, den PC, und mache nach ein paar Stunden eine kleine Pause, in der ich mich aufs Fahrrad schwinge und einkaufen fahre. Dann geht’s wieder ab an die Kiste. Wie immer lege ich später noch eine Pause ein, in der ich entweder koche, Tee trinke oder staubsauge. In vielen Wochen bin ich natürlich auch unterwegs auf Lesereisen oder „Millie“-Reisen, worauf ich mich schon immer lange Zeit vorher freue.

Wie lange brauchen Sie im Durchschnitt, um ein ganzes Buch zu schreiben?

Kommt natürlich darauf an, ob ich viel in den Geschichten zu erzählen habe. Schon mal ist es ein Monat, schon mal zwei. In besonderen Fällen sind es sogar ein bis drei Jahre.

Sind ihre Bücher schon einmal an Menschen gewidmet, wenn an wen?

Nein, nie. Ich mag solche Widmungen nicht.

Welches von Ihnen geschriebene Buch ist Ihr Lieblingsbuch und warum?

Mein Lieblingsbuch ist „Flugzeiten“. Das war 2007. Ich liebe dieses Buch, da es die Geschichte der Jugend meines Vaters ist, die er mir selbst kurz vor seinem Tod im hohen Alter erzählt hat. Es spielt in der Nazi-Zeit.

Welche Bücher haben Sie selber als Kind oder Teenager gerne gelesen?

Traurige Geschichten. Andersen-Märchen und eine Internatsgeschichte: „Heiligenwald“.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen und warum schreiben Sie hauptsächlich „Millie“-Bücher?

Angeregt durch Nachbarskinder und schließlich auch durch Reisen mit meinen Kindern. In die „Millie“-Schiene bin ich so reingerutscht.

Sind denn überhaupt weitere Bücher in Aussicht?

Ja klar, auf jeden Fall. Bei mir gibt es voraussichtlich noch lange kein Ende mit der Schreiberei.


Sophia Geuecke & Michelle Plassmann, Klasse 8c, St. Ursula-Gymnasium, Attendorn
Zeus-Reporter


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